ZU BEGINN DES JAHRES 2025 häufen sich die Gefahren eines Weltkrieges.
Der Völkermord am palästinensischen Volk, drei Jahre Blutvergießen in der Ukraine, die Massaker in der Demokratischen Republik Kongo, die Kriegsvorbereitungen gegen China usw. Es scheint sich um unterschiedliche Konflikte zu handeln, aber in Wirklichkeit handelt es sich um verschiedene Facetten ein und desselben Krieges, der dazu neigt, sich zu verallgemeinern.
Dieser Marsch in den Krieg ist die Folge des Überlebens eines historisch zum Scheitern verurteilten Systems: des kapitalistischen Systems. Denn es handelt sich in der Tat um einen imperialistischen Krieg, einen Krieg um die Plünderung von Reichtümern und zur Kontrolle von Einflusszonen, wie die Verhandlungen Trumps mit Putin über die Aufteilung der Beute der Ukraine gezeigt haben.
Im Jahr 2023 wurden 2.443 Milliarden Dollar in Militärbudgets gepumpt (40 Prozent davon allein für die USA). Mit dem drastischen Anstieg der Militärausgaben wird dieser Rekord im Jahr 2025 weit übertroffen werden, während jeder zehnte Mensch auf unserem Planeten mit weniger als zwei Dollar pro Tag auskommen muss und Milliarden von Frauen und Männern,auch in den Industrieländern, in Armut versinken.
Der Krieg, seine Massaker, die Hungersnöte und Epidemien, die er hervorruft, die Zerstörung der Umwelt, die er verursacht, würden der menschlichen Zivilisation einen Schlag versetzen, möglicherweise einen tödlichen Schlag. Er erleichtert überall die Errichtung immer autoritärerer Regime, militarisiert die Jugend und fordert die Arbeiterorganisationen – insbesondere den Gewerkschaften – auf, im Namen der »nationalen Einheit« und der »Kriegsanstrengungen« auf ihre Unabhängigkeit zu verzichten.
Wir, die wir uns am 21. und 22. März 2025 in Frankreich zu einem internationalen Dringlichkeitstreffen gegen den globalen imperialistischen Krieg versammelt haben, das in 53 Ländern vorbereitet wurde, lehnen diesen Marsch in die Barbarei ab, dessen einzige Rechtfertigung die Aufrechterhaltung der imperialistischen Herrschaft ist.
Die Völker und die Arbeiter/innen der Welt sind gegen den Krieg. Sie wissen, dass dies eine Verschärfung der Ausbeutung und der Politik der kapitalistischen Regierungen bedeutet, die unter der Schirmherrschaft des IWF und der Europäischen Union öffentliche Dienstleistungen plündern und privatisieren, Fabriken zerstören, das Land verwüsten und die Kultur zerstören.
Die werktätigen Frauen sind gegen den Krieg. Sie lehnen es ab, dass Menschen als Kanonenfutter benutzt werden.
Wir lehnen Chauvinismus, Rassismus, Angriffe auf Einwanderer und alle Formen der Diskriminierung ab, die nur ein Ziel haben: die Arbeiter/innen zu spalten und ihr gemeinsames Vorgehen gegen die Ausbeuter zu verhindern!
Wir sind für den Abzug aller Besatzungstruppen, von der Ukraine über Palästina bis in die Demokratische Republik Kongo. Wir bekräftigen das Recht der Völker, und nur sie, über ihr Schicksal zu entscheiden!
Wir bekräftigen die Notwendigkeit, die Militärhaushalte zu beschlagnahmen und sie für die Werke des Friedens und Grundbedürfnisse zu verwenden: Gesundheit, Wohnung, Arbeit, Bildung, Kultur.
Wir sind gegen die Vorbereitung eines Krieges gegen China, dessen einzige Motivation die Interessen der Wall Street sind, ohne dabei irgendeine politische Unterstützung für die chinesische Regierung zu übernehmen.
Wir fordern die Unabhängigkeit der Arbeiterbewegung – in Friedens- wie in Kriegszeiten – und verweigern jede Unterstützung kriegstreiberischer Regierungen im Namen der Arbeiter/innen.
Wir verurteilen jede Abstimmung von Abgeordneten, die sich im Namen der Werktätigen für Kriegskredite oder die Entsendung von Truppen aussprechen, sei es unter der Schirmherrschaft der Staaten, der NATO, der UNO oder einer anderen Institution.
Indem wir uns als Internationales Komitees gegen Krieg und Ausbeutung konstituieren, heben wir hervor, dass es das Interesse der Völker und der Arbeiterklasse aller Länder ist, den Krieg abzulehnen. Indem wir Euch aufrufen, Euch uns anzuschließen, bringen wir unser Vertrauen in die Fähigkeit der Arbeiter/innen zum Ausdruck, sich von den Ketten der Ausbeutung und Unterdrückung zu befreien und eine Welt aufzubauen, in der eine harmonische Zusammenarbeit aller die Barbarei ersetzen wird, die jeden Tag mehr und mehr wächst.
Regierungen, fürchtet euch vor dem Aufstand der Völker! Nieder mit dem Krieg!
Wir beschließen, unseren Aufruf an die Arbeiter/innen und Jugendlichen der ganzen Welt am 1. Mai 2025 in den für jedes
Land geeigneten Formen massiv bekannt zu machen.
Erstunterzeichner des Aufrufs:
Ägypten. Haby El Masri
Afghanistan. Hanif Maher, Left Radical of Afghanistan (LRA).
Algerien. Organisationskomitee der internationalistischen Sozialisten;
Ramdane Boukerb, politischer Aktivist
Australien. Juan Gonzàlez, Organisator, Workers International Discussion
Azanien/Südafrika. Ashraf Jooma, Anti-War Coordinating Committee
Bangladesh. Mushrefa Mishu, Revolutionär-Demokratische Partei; Amlan Dewanjee, Journalist; Badrudduja Chowdhury, Sekretär der Sektion der IV. Internationale.
Belgien. Anne Vanesse, Koordinatorin des Kreises der Freundinnen und Freunde von Rosa Luxemburg; Serge Monsieur, Vorsitzender der Gewerkschaft CGSP – Vivaqua; Olga M., Aktivistin; Andrea
Serrano Ceppi, Arbeiterin (Belgien und Argentinien); Roberto Giarrocco, Bulletin Unité-Eenheid; Internationalistische Sozialistische
Organisation (Belgische Sektion des OK)
Bénin. Innocent Assogba, Korrespondent des Internationalen Arbeiterkomitees in Benin
Brasilien. Anisio Garcez Hocem, Herausgeber, Arbeiterkämpfer
Burkina Faso. Adama Coulibaly, Vorsitzender der panafrikanischen patriotischen Alternative APP/Burkindi; Didier Ouedraogo, Kämpfer für Menschen- und Völkerrechte (MBDHP)
Burundi. Richard Hatungimana, Vorsitzender der Partei der Arbeiter und der Demokratie (PTD)
China. Chan Ka Wai, Direktor von Labour Action China
Demokratische Republik Kongo. Sambo M. Frédéric, Koordinator des Komitees für die Unabhängige Demokratische Partei der Arbeiter und Bauern (Provinz Nord Kivu)
Deutschland. Peter Hintermeier, DGB-Kreisverbandsvorsitzender; Andreas Gangl, Die Linke; Claudius Naumann, ver.di Vertrauensmann,
ISG, deutsche Sektion des OK; H.-W. Schuster, ISG, deutsche Sektion des OK
Frankreich. Parti des travailleurs (Arbeiterpartei)
Großbritannien. Audrey White, Gewerkschafterin, Liverpool
Haïti. Berthony Dupont, Haïti Liberté
Indien. Subhas Naik Jorge, Spark Group
Island. Markus Candi, Young socialists of Iceland (YSI); Arnar Mar Þoruson, YSI; Sigurrós Eggertsdóttir, YSI; Siggurdur Erlends Gudbjargarson,
YSI; Karl Hedinn Kristjansson, YSI; Marzuk Jugi
Lamsiah Svanlaugar, YSI
Italien. Lillo Fasciana, Gewerkschafter CGIL; Cristoforo Infuso, Mitglied im Casa 22; Marco Meotto, Verein »Scuola per la pace«; Vasily Lotario; Lorenzo Varaldo, Koordinator der Zeitung Tribuna Libera; Elisabetta Raineri, Gewerkschafterin; Dario Granaglia, Arbeiter, Vertrauensmann FIOM-CGIL
Kanada. Paul Nkunzimana, Komitee gegen Krieg und Ausbeutung
Libanon. Khaled Hadadah
Marokko. Lamine Y., Arbeiteraktivist; Ali Ben Hadou Gewerkschafter; Khalid Moussaoui, Arbeiteraktivist
Mexiko. Muriel Ernesto Gomez Alvarado, Gewerkschafter Sektion 40 SNTE-CNTE
Niederlande. Nabil, Arbeiterkämpfer
Pakistan. Rubina Jamil, Generalsekretärin APTUF; Yasir Gulzar, Sekretär für internationale Beziehungen, APTUF
Palästina. Naji El Khatib, Koordinator von One Democratic State Initiative (ODSI)
Philippinien. Randy Miranda, Partido Manggagawa
Portugal. Adiano Zilhao, Plattform für eine Arbeiterpartei; José Julio Henriques
Rumänien. Constantin Cretan, Nationaler Gewerkschaftsbund (FNM); Vasile Stefanescu, FNM; Vasile Guran, FNM; Ionut Mihai Toarta, FNM; Nicolae Mitidoi, FNM; Constantin Dorin Crestan, FNM
Russland. Internationale Front (Organisation); Aleksandr Voronkov
Sri Lanka. Saman Mudunkotuwage
Schweiz. Michel Zimmermann, Herausgeber Tribune ouvrière; Dogan
Fennibay, Tribune ouvrière
Spanischer Staat. Remedios Martin Rodriguez, Komitee für die Einheit gegen Krieg und Ausbeutung; Carmen Burgos Sanchez,
Anarcho-Syndikalistin, Komitee für die Einheit gegen Krieg und Ausbeutung
Syrien. Haji Moussa Bassam; Mohamed Al Jirf
Togo. Messan Lawson, Nationalsekretär der PADET/L’émancipation
Türkei. Sadi Ozansu; Mehmet Ozgen
Ukraine. Viktor Sydorchenko
Ungarn. Judith Somi, Anhängerin der IV. Internationale
USA. Ujima Peoples Progress Party (Maryland); R. M. Solano, Socialist Organizer; Mya Shone, Socialist Organizer; E. J. Esperanza, Socialist Organizer; Sara Wasdahl
Zimbabwe. Mafa Kwanisai Mafa, Sprecher von Chimurenga Vanguard und Anti-War Coordinating Committee (Région SADC Süden Afrikas).
